Vive Le Jazz - Es lebe der Jazz!

Zum vierten Mal weht unter diesem Motto die schöpferische Brise des savoir vivre durch das Rheinland.

Vom 2.-16. Oktober 2011 schlägt Vive Le Jazz musikalische Brücken über den Rhein und wartet in den Städten Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen mit außergewöhnlichen Ergebnissen der „Amitié Franco-Allemande“ auf. Im Zentrum: der aktuelle Jazz aus Frankreich, der seit Jahrzehnten eine herausragende Rolle in Europa spielt, ein Abbild der großen Bedeutung dieser Musik im französischen Kulturleben seit einem halben Jahrhundert. Gegründet auf dem kreativen Austausch zwischen Musikern aus Frankreich und Deutschland, meist dem Rheinland, zeigt das Programm Highlights der besonderen Art. Ob als Doppelkonzert oder innerhalb einer Band(besetzung), ob in Sachen Genre oder Metier - immer treffen die Einflüsse der zwei Nationen aufeinander, immer stehen die kreativen Essenzen der beiden Nachbarn im Fokus.
Was wäre ein solches kulturelles Flaggschiff ohne die entsprechende Crew? Und so ist ein einzigartiges Netzwerk geknüpft worden: „Jazzenergie-Franco-Allemand“. Die zahlreichen starken Partner setzen in diesem Jahr erstmalig gemeinsam die Segel, um auch in Sachen Jazz die Grenzen im europäischen Sinne zu überwinden.

Das Rheinland als Bühne für eine besondere Facette der Deutsch-Französischen Freundschaft: der Jazz
Gleich das Auftaktkonzert in Bonn am 2.10. bringt die Grundsätze von Vive Le Jazz auf den Punkt. Wenn das rheinische Trio Lemke/Nendza/Hillmann den Jazz-Violinisten Dominique Pifarély zu einem musikalischen Gespräch über den Roman „Le Soir Au Club“ von Christian Gailly einläd, wird der Jazz groß geschrieben. Christian Gailly, selbst einstiger Jazz-Saxophonist und Psychoanalytiker, beschreibt in ungemein musikalischer Sprachbehandlung die Geschichte des begnadeten Jazzpianisten Simon Nardis. Die genreübergreifende Auseinandersetzung mit den literarischen Inhalten des Romans sowie der direkte Austausch der vier Instrumentalisten spiegelt par excellence das Konzept von Vive Le Jazz. Der Abend verspricht einen fulminanten Konzertauftakt zu einem zweiwöchigen interkulturellen und interdisziplinären Dialog in Sachen Jazz. Mit von der Partie sind fesselnde Künstler wie Vincent Courtois, Christophe Monniot, Benoit Delbecq, Michel Godard, Hasse Poulsen, Günter „Baby“ Sommer, Sebastian Sternal, Lars Duppler, Pascal Niggenkemper, Frank Gratkowski, Achim Kaufmann, Norbert Scholly und viele mehr!

Das Netzwerk 'Jazzenergie-Franco-Allemand' nimmt Kurs auf!
Erstmalig haben sich in diesem Jahr starke Partner aus Frankreich und Deutschland zusammengetan, um mit Jazzenergie Franco-Allemand den kreativen Austausch zwischen den Nationen zu festigen. Ziel dieser Kooperation ist, die immer noch existenten musikalischen Grenzen im Geiste des Europäischen Gedankens zu überwinden, indem bis 2013 Bands aus beiden Ländern ausgetauscht werden. So stehen die 31 Festivals des französischen Verbands Festivalverbands Afijma zwischen Normandie und Mittelmeer in engem Kontakt mit den hiesigen Akteuren. Als direkter Ansprechpartner und Initiator agiert Jazz am Rhein e.V. für namhafte Partner wie das Institute Français (Köln und Düsseldorf), das LVR Landesmuseum in Bonn, die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik in Aachen, den Stadtgarten, das Loft in Köln, und weitere Partner innerhalb und ausserhalb von NRW bis hin zur Thüringer Jazzmeile, um französische und rheinische, bzw. deutsche Musiker zusammen zu bringen und in den Ländern zu präsentieren – ein in dieser Form einmaliges Projekt in Deutschland!